Gerald Moroder

Der Mensch. Seine spirituelle Essenz.
Eine Frage durchdringt Geralds Arbeit: Was befindet sich vor der greifbaren Materialität?
Es scheint, als wolle er die rationale Schwelle des hic et nunc überschreiten, um sich von der Irrationalität leiten zu lassen. Sich mit dem arché, dem Grundprinzip, wieder zu vereinigen, ist eine Art geheime Notwendigkeit.
Es ist ein Entfernen vom Gegenständlichen, vom Alltäglichen, um ins eigene Innere zu kehren, um mentale Zustände zu entdecken und zu erleben.
Nach und nach, während des Schöpfungsprozesses, offenbart sich ein Wille zur Wiederkehr.
Die Annäherung an eine Idee, die sich allmählich verwandelt, um unter den Augen und Händen des Künstlers umgesetzt zu werden. Eine Idee, die unweigerlich auch zu etwas Anderem wird, während sie eine äußere Gestalt annimmt.
Die Formen des Körpers, übertragen auf eine Skulptur, sind die greifbare Übersetzung einer inneren Entwicklung.
Gerald erlaubt es sich, sich dem Alltag zu entfremden. Er ist bereit, in sein Inneres zu blicken und Fragmenten von Emotionen, die im eigenen Inneren leben, Körper zu geben.

(Marco Forni)




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