unì a lum

2 Künstler im Zusammenspiel
Flavio Senoner und Matthaeus Kostner stellen  ihre Kunstwerke in der Miil aus.

Ausstellungsdauer:
10.04.2011 - 29.05.2011
von 12 bis 23 Uhr

Sonntag ab 16 Uhr und einschließlich Montag geschlossen

Uni a Lum heißt aus dem Ladinischen übersetzt „aus dem Licht kommen“ und im
übertragenen Sinn „ans Licht kommen“.

Die Frage, die sich nun stellt, lautet: Was wollen die beiden Künstler Flavio Senoner
und Matthaeus Kostner mit ihren Kunstwerken ans Licht bringen, was wollen sie
enthüllen, offenbaren, sichtbar oder erkennbar machen?

In der Tat ist die Frage nach der Bedeutung und Aussage von Kunst – nicht
nur in diesem Fall, sondern allgemein - eine der häufigsten und zugleich auch
schwierigsten Fragen in der Kunstwelt, die von Laien und Experten in jeder Epoche
kaum eine befriedigende Antwort hervorgebracht hat bzw. hervorbringt. Die
einzige sichere Konstante in der Kunst scheint über die Jahrhunderte hindurch ihre
Variabilität zu sein.

So wird es wahrscheinlich auch heute und hier kaum gelingen zu klären, was die
nachdrückliche Bedeutung von Kunst ist. Doch vielleicht ist genau das der Punkt und
sogar die Aufgabe von Kunst - sofern man ihr eine Aufgabe zusprechen darf - keine
schnellen Antworten zu liefern, sondern vielmehr Fragen aufzuwerfen.

Kunst muss nicht Klarheit und Eindeutigkeit schaffen, sie lehrt die Vieldeutigkeit.
Kunst verdreht, kehrt das Innere nach Außen und erzählt, wenn es die/der
RezipientIn zulässt, sich einlassen mag, Geschichten und gewährt Einblicke in
Seelenarchive.

Wollen wir diesem dialektischen Prozess der Gegensprüche und das narrative
Bild als Definition dafür was Kunst bewirken kann, gelten lassen, so kann diese
Ausstellung als Einladung verstanden werden, sich auf zwei unterschiedliche
Ausleuchtungen von Dingen und Gedanken - die allerdings in ihrem Kern - dasselbe
Ziel verinnerlichen, einzulassen.




DE IT EN